Rückblick und Ausblick

Rückblick

Ich habe zwar schon vor einiger Zeit gebloggt, wie es weitergeht, da ich aber immer wieder gefragt werde warum der Fototeil aufhört und ob ich schon weiß was passiert, nutze ich dies für einen kurzen Rückblick und eine Vorschau was noch geplant ist.

Als ich am 1. Juli 2013 nach Mitmachern suchte, hatte ich zwar schon eine konkrete Idee was die Bilder angeht, aber natürlich noch keine Ahnung ob und wie das Projekt ankommen würde. Ich hatte zwar mit einigen Freunden gesprochen und viel Zuspruch bekommen, aber aus Erfahrung habe ich gelernt, das die Realität meist anders aussieht wenn man dann auch loslegt.

Diesmal war es anders, ich bekam viel Unterstützung von vielen verschiedenen Personen, danke dafür an alle.

Im Laufe der ca eineinhalb Jahre habe ich im Zuge des Projektes sehr viele tolle Dinge erlebt und spannende Persönlichkeiten kennengelernt. Das meiste davon kann man hier im Blog nachlesen, was dort nicht steht wird man auch jetzt nicht erfahren 🙂

Es hat auch fast immer fast alles geklappt, worüber ich wirklich froh bin. Wer schon mal versucht hat verschiedene Termine, in einem engen Zeitraum, mit verschiedenen Personen, in verschiedenen Städten ohne hohe Kosten zu organisieren weiß was ich meine.

Kurz nach Projektstart durfte ich zum Thema gleich mal ein Interview bei M945 geben, das war eine interessante Erfahrung.
Meine Radioerfahrung damals war noch recht jung und frisch. Der erste Protagonist war übrigens John Patrick Garth, ein Schauspieler den ich schon lange kenne und mit dem ich früh über das Projekt gesprochen habe. Mit Ihm gibt es auch einen Beitrag von uns beiden im Fernsehen.

Ende Juli kam dann die Facebookseite. Entgegen der Gewohnheit habe ich diesmal alles nur über die Webseite kommuniziert und NICHT alle Facebookfreunde zu der Seite eingeladen. Auf meinem eigenen Facebook-Profil habe ich nur die wichtigen Beiträge, die der Texte der Protagonisten, geteilt.
Das hat dazu geführt das mittlerweile etwas über 300 echte Fans auf der Facebookseite unterwegs sind und viel Beiträge teilen, „liken“ und manchmal kommentieren. Das wiederum führte dazu, das manche Beiträge bis zu über 20.000 „erreichte Personen“ erhielt. Das ist bei 300 Fans schon ziemlich gut finde ich.

So ging es weiter, immer mehr Berichte erschienen, tolle Menschen haben sich vorgestellt. Die meisten davon traf ich in München, manche Treffen ließen sich durch meine Jobs als Fotograf auch in anderen Städten durchführen. Durch die Berichte und die gut vernetzen Fans und Protagonisten meldeten sich immer mehr interessierte Mitmacher*innen bei mir, das führte dazu das der erste Roadtrip dieses Jahr stattfand.

Der Kreis drehte sich weiter: Neue Protagonisten bringen neue Fans bringen neue Mitmacher*innen bringen neue Meldungen aus anderen Städten. Klar, ein zweiter Roadtrip steht an. Unterbrochen durch einige wichtige Jobs wurde er auf zwei Teile aufgeteilt und ging somit zwei mal quer durch Deutschland. Diesmal mit Zug und Bus anstatt mit dem Auto. Dies erforderte eine noch bessere Organisation, denn neben Menschen und deren Zeitpläne war ich nun auch von Fahrplänen abhängig und tatsächlich war mitten im Roadtrip auch noch ein Streik, den ich nur durch Glück umschiffte und die Tatsache das ich an dem Streiktag Bus statt Bahn fuhr.

Nach dem zweiten Roadtrip war die Fotografie abgeschlossen, ein Zwischenfazit mit einem kurzen Rückblick erschien.

Radiomünchen, mit denen ich z.B. durch meine Radiosendung Fototalk sowieso in Kontakt bin, hatte eine Reihe zum Thema Inklusion. Da die Texte der Redaktion so gut gefielen, wurde die letzte Sendung der Inklusionsreihe spontan zur keinwiderspruch-Sendung. Hier wurden sechs der Texte, teilweise leicht gekürzt, von profesionellen Sprechern vorgelesen. Das ganze ging wahnsinnig schnell vom Anruf bis hin zur Ausstrahlung. Die Texte vorgelesen zu bekommen ist nochmal ein ganz besonderes Erlebnis.

Ausblick

Wenn alles so gut lief und so spannend war, warum hört es dann auf?

Das ist eine gute Frage, natürlich könnte man ewig weitermachen… Aber:

Ich finde es wichtig das Projekte auch ein Ende haben. So ist es sogar definiert:

„Vorhaben, das im Wesentlichen durch die Einmaligkeit aber auch Konstante der Bedingungen in ihrer Gesamtheit gekennzeichnet ist, wie z. B. Zielvorgabe, zeitliche, finanzielle, personelle und andere Begrenzungen; Abgrenzung gegenüber anderen Vorhaben; projektspezifische Organisation.“

Hinzu kommt: Auch wenn so ein Projekt unheimlich viel Spaß macht, war und ist das auch viel Arbeit und kostet Geld, das irgendwie auch verdient werden muss.
Ein paar Stichworte dazu um vielleicht eine vage Vorstellung zu bekommen: Planung, Konzept, Durchführung, Webseitenpflege, Facebookseite, Twitter, Kontakte aufnehmen, Fragen beantworten, Interviews geben, Reisen organisieren, Reisen, Fotografie, Technik, Equipment, Bilder bearbeiten, sichern, rechtliches abklären etc.
Einen ausführlicheren Einblick gibt dieser Artikel auf meinem eigenen Blog: Konzept, Planung und Bildsprache, der einen Teil davon ausführlicher abdeckt.
Versteht mich nicht falsch bitte, ich mache das total gerne und bereue nicht eine Minute und nicht einen Cent die ich an Arbeit und Geld in das Projekt gesteckt habe. Aber man darf das nicht unterschätzen und ich möchte gerne aufzeigen was da eigentlich dahinter steckt und vielleicht versteht Ihr dann warum es wichtig ist zum nächsten Schritt zu gehen.
Das Projekt ist auch noch lange nicht beendet, aber es führt eben dazu warum es wichtig ist ab 2015 zum nächsten Schritt des Projektes zu gehen: Buch und Ausstellung.
Hierzu habe ich mir, auch mit anderen gemeinsam, schon einige Gedanken gemacht. Wirklich konkret darum kümmern werde ich mich aber erst im nächsten Jahr (Sind ja eh nur noch wenige Tage).
Das Idee, Buch über Crowdfunding zu finanzieren, wird immer spannender und konkreter. Endgültig entschieden ist es aber noch nicht. Gerade durch die Erfahrung mit Radiomünchen wäre auch ein Hörbuch spannend.
Bei der Ausstellung ist eine Wanderausstellung denkbar, vor allem in den Städten in denen die Mitacher*innen sind und vielleicht mit einer Lesung der Texte etc verbunden.
Das sind aber nur vage Ideen. Ich freue mich aber auf Feedback dazu und natürlich auch auf weitere Ideen dazu.
All das ist ja auch wieder mit Kosten und viel Arbeit verbunden, daher muss das alles noch endgültig besprochen und geklärt werden. Am Anfang hatte ich Sponsoren gesucht, leider keine gefunden. Mittlerweile möchte ich das Projekt auch weiterhin ohne Sponsoren  umsetzen.
 Auf der Facebookseite werde ich nach wie vor in unregelmäßigen Abständen interessante Blogs, Artikel, Themen und Webseten zu dem Thema teilen, das geht auch so weiter, mindestens bis das Buch veröffentlicht ist. Außerdem besteht nach wie vor die Möglicheit hier Gastartikel zu veröffentlichen, es würde mich sehr freuen wenn dies noch mehr Autoren wahrnehmen.
Ihr seht, es steht noch viel an im Jahr 2015 und es ist noch lange nicht vorbei, es ist nur Zeit für den nächsten Punkt im Projekt.
Ich danke Euch allen für das großartige Interesse, das Feedback das ich öffentlich und in privaten Nachrichten bekomme und die hohe Aktivität mit der ihr die Beiträge teilt.
Abonniert am besten den Blog hier via RSS oder werden Fan auf der Facebookseite, um über alles informiert zu werden. Wer auf Twitter unterwegs ist, kann mir auch dort gerne folgen. Die Themen dort sind etwas weiter gesteckt als hier: Viel Fotografie, bisschen Medien, bisschen Branchennews, bisschen Arbeiten von Kollegen, bisschen Eigenwerbung und bisschen Quatsch.
In den nächsten Tagen wird es etwas ruhiger, aber noch im ersten Quartal 2015 hoffe ich euch mit weiteren Details zur Ausstellung und zum Buch informieren zu können.
Guten Rutsch 🙂
Johannes Mairhofer
 

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2 Antworten

  1. 5. Januar 2015

    […] wünsche ich Euch allen ein frohes neues Jahr. Nach wirklich ereignisreichen eineinhalb Jahren geht es dieses Jahr bei keinwiderspruch weiter mit zwei Themen, die mit […]

  2. 7. April 2015

    […] gefahren. Im Zuge des Projektes ist in diesem Jahr so viel passiert, das ich hierzu einen eigenen Artikel auf der Projektwebseite veröffentlicht habe. Eine Art Abschluss-Highlight muss aber genannt […]