Cinderella Glücklich

Cinderella Glücklich

Cinderella Glücklich

Mein Name ist Cinderella Glücklich.
Nein, ich fühle mich nicht immer wie eine Märchenprinzessin, weil ich Cinderella heiße. Und nein, ich bin auch nicht immer glücklich, nur weil ich diesen Nachnamen trage. Dennoch wünsche ich mir schon immer Glück. Nicht nur für mich selbst, sondern auch für andere. Für jedes Lebewesen da draußen und für die große weite Welt selbst.
Deshalb gebe ich mein bestes, jeden Tag so zu leben, dass ich jedem Menschen, der mir begegnet, ein kleines Stückchen Glück vermitteln kann. Dass ich aus jeder Situation, die ich erlebe, etwas Glückliches gewinnen kann- selbst, wenn sie auf den
ersten Blick schrecklich scheint.

Jetzt fragt man sich wahrscheinlich: Aber was ist denn Glück deiner Meinung nach? Was Glück für dich als Leser am Bildschirm bedeutet, für die anderen Protagonisten von keinwiderspruch, für ein Flüchtlingskind, für eine Bäckerin, die gerade irgendwo
auf dieser Welt arbeitet… Das weiß ich nicht. Ich selbst sehe Glück aber so:

Glück ist ein Gefühl. Das Gefühl des Glücks ist wunderschön.

Wir können unserem Gegenüber das Gefühl des Glücks ansehen und/oder es sogar spüren.
Der Grund, weshalb man das Gefühl des Glücks empfindet, sowie die Intensität dieser Empfindung, sind individuell.

Also sollte ich vielleicht besser sagen: Ich möchte jedem Menschen, der mir begegnet, ein wenig das Gefühl des Glücks vermitteln und aus jeder Situation, die ich erlebe, das Gefühl des Glücks gewinnen- selbst, wenn sie auf den ersten Blick schrecklich scheint.

Das mache ich zum Beispiel mit einem Lächeln. Oder damit, dass ich immer „Danke“ sage. Manchmal direkt, zum Beispiel, wenn mir jemand die Tür aufhält. Manchmal erst später, zum Beispiel, wenn jemand gemein zu mir war und ich erst im Nachhinein erkannt habe, dass er mir durch sein Verhalten gezeigt hat, was ich an meinem eigenen noch verbessern kann. Dann hat mir derjenige etwas beigebracht. Ich habe etwas dazu gelernt, mich weiterentwickelt. Jetzt kann ich dieses Wissen wieder jemand anderem vermitteln, der es braucht. Bewusst oder unbewusst. Das macht mich glücklich.

So weit die Theorie. In der Praxis sieht man das zum Beispiel an meinem Projekt FashionAbility – Be fashionable! In meinem Alltag habe ich festgestellt, dass sich viele Menschen mit Behinderung als hässlich ansehen. Sich unwohl fühlen, weil sie eine Behinderung haben, und sich auch dementsprechend kleiden. Sie machen nicht viel aus sich und ihrem Äußeren, weil sie denken, dass es sowieso keinen Sinn hat. Denn die Behinderung bleibt ohnehin.

Auch ich habe das gedacht. Bis ich vom Gegenteil überzeugt wurde. Mich schön zu kleiden, auf mein Äußeres zu achten, hat nicht nur dazu geführt, dass ich mich selbst besser fühle, sondern auch dazu, dass andere Menschen mich anders wahrnehmen.

Sie begegnen mir und sagen: „Oh, Sie haben aber tolle Schuhe!“, anstatt wie bisher: „Oh, Sie sitzen ja im Rollstuhl!“ Der erste Eindruck ist nicht, dass ich eine arme Frau bin, die vom bösen Schicksal zu Unrecht gebeutelt wurde und an den Rollstuhl gefesselt ist, sondern der, dass ich eine junge, selbstbewusste Frau bin, die sich etwas aus Ihrem Erscheinungsbild macht und weiß, was sie will. Ein Gespräch entwickelt sich nicht mit der Frage: „Darf ich erfahren, warum ihnen das passiert
ist?“sondern etwa so: „Entschuldigen Sie, aber ich möchte sehr gerne wissen, wo sie diese tollen Schuhe herhaben. Verraten Sie es mir? Ach, und ihre Jacke ist ja auch besonders schön.“ Der Rollstuhl und die Behinderung sind – wenn überhaupt –
nur ein Thema am Rande. Deshalb möchte ich mit FashionAbility jeden (auch Nichtbehinderte!) auffordern: Traut euch, zeigt eure Schönheit! Denn behindert, schön und erfolgreich zu sein ist keinwiderspruch.
Was ich sonst noch zu sagen habe, erfährt man hier:

Cinderella Glücklich: Homepage | Twitter | XING | fashionability.de